Louisenlund - Lernen, Leisten, Leben


Eröffnung der Forscherwelt Louisenlund - Neues Grundschulgebäude eingeweiht

Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein eröffnet gemeinsam mit der Leiterin der Grundschule, Claudia Hoeschen, Architekt Gregor Sunder-Plassmann (2 v.l.) und dem Leiter der Stiftung Louisenlund, Dr. Peter Rösner, das neue Grundschulgebäude ein.
Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein eröffnet gemeinsam mit der Leiterin der Grundschule, Claudia Hoeschen, Architekt Gregor Sunder-Plassmann (2 v.l.) und dem Leiter der Stiftung Louisenlund, Dr. Peter Rösner, das neue Grundschulgebäude ein.

Die Grundschule Louisenlund startet mit einem neuen Schulgebäude ins Schuljahr 2018/19 – der Forscherwelt Louisenlund. Nach einem knappen Jahr Bauzeit wurde auf dem Hof Louisenlund am 22. September 2018 das hochmoderne Grundschulgebäude eröffnet. Mit der Forscherwelt erhalten bis zu 70 Kinder in den Jahrgängen 1 bis 4 eine einzigartige Lernumgebung zum Forschen, Entdecken, Trainieren und Üben. Gleichzeitig wird die Forscherwelt Louisenlund ein Kompetenzzentrum für MINT in der Primarbildung in Schleswig-Holstein. Die Stiftung Louisenlund hat für das vom Architekturbüro Sunder-Plassmann in Kappeln entworfene Gebäude knapp 2 Millionen Euro investiert.

Lehrkräfte sind Lernbegleiter

Die neu geschaffenen Lernräume verbinden Architektur mit der Louisenlunder Pädagogik. Zwei großzügige, lichtdurchflutete Lernlandschaften im Obergeschoss sind als „Flüsterbereich“ angelegt und ermöglichen jedem Kind an „seinem“ Arbeitsplatz das Erlernen der Kulturtechniken Lesen, Rechnen und Schreiben. Hier wird im eigenen Tempo und nach den individuellen Lernfortschritten konzentriert geübt und trainiert. Lehrkräfte sind Lernbegleiter, sie helfen, sie fragen nach, sie ermutigen, sie überprüfen den Lernfortschritt und geben neue Hinweise. Und dennoch ist es das Kind selbst, das im strukturierten Lernarrangement zum Akteur seines eigenen Bildungsweges wird.

Ganz anders ist der Charakter im Erdgeschoß des Gebäudes: Hier ist eine Forscherwerkstatt für Physik und Technik. Es gibt Werkbänke, Tablets und Werkzeug. Es wird gemeinsam getüftelt, konstruiert und gebaut. Im Labor für die Lebenswissenschaften nebenan geht es um Biologie und Chemie. In der Laborküche experimentieren Mädchen und Jungen mit Backpulver, Hefe oder Sprudelwasser. Mikroskope erlauben die Untersuchung von Proben der belebten und der unbelebten Natur und der angrenzende Schulgarten und der Wald bieten ohnehin das größte Freiluftlabor – die Welt selbst. Insbesondere dieser Naturwissenschaftsbereich der Grundschule wird sich für die Region hinein öffnen, Fortbildungen ermöglichen und zu einem Kompetenzzentrum für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in der Primarbildung werden.

Der Spielflur und Gruppenräume sind Bereiche für Kommunikation, Philosophieren, Präsentieren und Diskutieren. Die Wände werden zu Dokumentationsflächen oder dienen moderner Ideenfindung. Hier geht es um die Auseinandersetzung mit Anderen. Heterogenität ist erwünscht und eine Chance dafür, eigene Argumente, Werte oder Haltungen kritisch zu hinterfragen. Hier entwickeln sich Kinder gemeinsam weiter, sie lernen durch und mit anderen Menschen Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke, Kreativität, andere Meinungen oder Kritik zu äußern – und auch auszuhalten.

Optimale Bedingungen für das forschende und entdeckende Lernen

Mit der Forscherwelt ist in Louisenlund ein Schulgebäude entstanden, das optimale Bedingungen für das forschende und entdeckende Lernen in allen Lernfeldern bietet. „Hier können Grundschüler unter anderem Kompetenzen bei der Lösung von Problemen entwickeln, eigene Antworten auf ihre Fragen finden und so Selbstvertrauen erlangen – Erfahrungen und Fähigkeiten, die weit über die Grundschulzeit hinaus von Bedeutung sind“, freut sich Claudia Hoeschen, Leiterin der Grundschule Louisenlund über die Eröffnung. Die moderne Pädagogik verbindet reformpädagogische Ansätze von Maria Montessori und Kurt Hahn mit aktuellen Erkenntnissen aus der Lernforschung. Dabei spielt der pädagogische Ansatz der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" eine wesentliche Rolle. „Das neue Gebäude ist gleichzeitig die architektonische Antwort und die räumliche Voraussetzung für die Louisenlunder Pädagogik und ein idealer Ort zum Lernen, Leisten und Leben“, sagt der Leiter der Stiftung Louisenlund, Dr. Peter Rösner.

Partnerplakette der IHK Kiel verliehen 

Im Zuge der Eröffnung der Forscherwelt wird der Stiftung Louisenlund eine Partnerplakette von der IHK Kiel verliehen, die ihrerseits Netzwerkpartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist. „Mit qualitativ hochwertigen MINT-Fortbildungen professionalisieren wir in Louisenlund pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Schleswig-Holstein weiter“, freut sich auch Britta Pries von der Industrie- und Handelskammer zu Kiel, die dort Netzwerkkoordinatorin für das „Haus der kleinen Forscher“ ist, über die Eröffnung der neuen Forscherwelt in Louisenlund und künftig noch bessere Fortbildungsbedingungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte.