Louisenlund - Lernen, Leisten, Leben


Ruanda-Gilde ist nun eine Schülergenossenschaft

Eine Schülerin beim Kaffeepflücken auf der Plantage in Gitesi.
Eine Schülerin beim Kaffeepflücken auf der Plantage in Gitesi.
Eine Schülerin beim Kaffeepflücken auf der Plantage in Gitesi.
Eine Schülerin beim Kaffeepflücken auf der Plantage in Gitesi.

Mit dem Projekt "Ein Kaffee, der Schule macht" leisten die Schüler seit 2015 Entwicklungshilfe in Ruanda. Dafür importieren sie Kaffee und rösten diesen in der schuleigenen Rösterei in Louisenlund. Einkauf, Vermarktung und Vertrieb werden von den Schülern übernommen. Fairer Handel, ethisches Unternehmertum, ökologische und soziale Nachhaltigkeit – das sind die wesentlichen Inhalte des Bildungsprojektes.

Fair bezahlt und direktimportiert

Wie schon die Vorgänger stammt der Louisenlunder No. 3 von der Hochland-Plantage Gitesi. Handgeerntet und handsortiert werden die Bohnen vor Ort und von den Internatsschülern fair bezahlt, direktimportiert und in der Stiftung geröstet und abgefüllt. Mit dem Erlös aus dem Verkauf wird in dem ruandischen Dorf Ntarama eine Schule aufgebaut und auch den ärmsten Familien der Schulbesuch der Kinder ermöglicht. 

Ruanda-Gilde gründet Schülergenossenschaft

Neu ist nun, dass die Schüler das Ruanda-Projekt als Schülergenossenschaft leiten, die erste  überhaupt in Schleswig-Holstein. Der Charakter der Genossenschaft beruhe auf Solidarität, Demokratie und gegenseitiger Zusammenarbeit. Ähnliche seien die Verhältnisse auf der Plantage in Ruanda, wo die Arbeiter angemessen bezahlt werden. Derzeit gehören rund 30 Mitglieder der Schülergenossenschaft an. Es gibt einen Aufsichtsrat, der dem Vorstand auf die Finger schaut. Wie andere Genossenschaften auch, müssen die Schüler Umsatzsteuer abführen, eine Steuererklärung abgeben, Vorstandssitzungen abhalten und zur Generalversammlung einladen. Auch eine Betriebsprüfung steht an.

Altschüler unterstützen Projekt

Unterstützt wird die Ruanda-Gilde vom Alt-Louisenlunder Bund (ALB). Der Zusammenschluss von ehemaligen Schülern der Stiftung Louisenlund tritt als Partnerorganisation auf. Sie sichert finanziell ab und hat auch die Gebühr für die Gründung bezahlt.

Finanzielle Absicherung und Kooperation auf Augenhöhe

In diesem Jahr rechnet man mit einem Überschuss von etwa 10.000 Euro. Diese Summe wird wieder in Ruanda investiert, beispielsweise in den Betrieb der Schule oder in den Aufbau von Plantagen. Mit dem Geld könnten die Menschen vor Ort auch Mikrokredite erhalten, um außerhalb der Kaffeesaison finanziell abgesichert zu sein. Die Internatsschüler agieren auf Augenhöhe mit den Kaffeebauern Gitesis. Nachhaltige Landwirtschaft, globale Handelsfairness und ethisches Unternehmertum – das sind die Grundprinzipien dieser Partnerschaft.

Wie kann ich das Projekt unterstützen / Wo kann ich den Kaffee kaufen?

Den Kaffee können Sie online über die Seite www.louisenlunder.de oder per E-Mail unter roesterei@louisenlund.de bestellen. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zum Projekt.