Einmal im Jahr richtet Louisenlund den Blick auf jene, die im Stillen Außergewöhnliches leisten: Schülerinnen und Schüler, die nicht nur in ihrem Fach glänzen, sondern die Gemeinschaft durch ihr Engagement, ihre Haltung und ihre Persönlichkeit bereichern. Die ALB-Preise – gestiftet von der Vereinigung der Ehemaligen, Eltern und Freunde der Schule – würdigen genau diese Menschen. In diesem Jahr wurden acht Preise in sechs Kategorien vergeben.
Felicitas Lux: ALB-Preis der Künste
Was passiert, wenn eine Schülerin ein alltägliches Objekt – das Glas – zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Erkundung ihrer eigenen Identität macht? Im Fall von Felicitas Lux entsteht dabei eine beeindruckende Werkreihe, die weit über das Schulprojekt hinausgeht.
Für ihre besondere Lernleistung im Fach Kunst wählte Feli die Methode der künstlerischen Feldforschung. Sie skizzierte, malte, arrangierte und dokumentierte ihren gesamten Prozess in einem Werkstattbuch. Ihre Ölgemälde mit Titeln wie „Tischgesellschaft", „Zukunftsstraße" und „Selbstbild/Fremdbild" nutzen die spiegelnden Facetten des Glases, um Fragen von Selbst- und Fremdwahrnehmung zu erforschen.
Jakob van der Lip: ALB-Preis für Litertatur, Kommunikation und Sprache
Sprache ist mehr als ein Werkzeug – sie ist eine Kunstform. Jakob van der Lip weiß das. Seit August 2018 Teil der Louisenlunder Gemeinschaft, hat er sich durch konstant herausragende Leistungen in den Sprachfächern, ein ausgeprägtes Sprachgefühl und breite Literaturkenntnisse einen Namen gemacht.
Sein vielleicht eindrücklichstes Beispiel: Für den Unterricht verwandelte er das komplexe Thema gesellschaftlicher Ungleichheit in England in ein gereimtes englisches Gedicht. Was nach einer Fingerübung klingt, ist in Wahrheit Ausdruck tiefer sprachlicher Versiertheit. Dazu kommt sein langjähriges Engagement in der Theatergilde, wo er in Produktionen wie „Die zertanzten Schuhe" tragende Rollen übernahm. Jakob ist ein würdiger Träger des ALB-Preises für Sprache, Literatur und Kommunikation in Erinnerung an Hans-Georg Tönjes.
Leon Delon: ALB-Preis für die Naturwissenschaften
Es ist schon eine Leistung, in einem der MINT-Fächer wirklich herauszuragen. In allen gleichzeitig? Das ist außergewöhnlich. Und genau das trifft auf Leon Delong zu. Leon glänzt in Mathematik, engagiert sich in sämtlichen Naturwissenschaften und hat bei Wettbewerben wie „Invent a Chip" bundesweit den 5. Platz belegt. Hinzu kommen Teilnahmen an Olympiaden in Chemie, Physik und Biologie. Um sein Wissen noch weiter zu vertiefen, absolviert er ein Juniorstudium.
Jan Wichers: ALB-Preis für Engagement in den Rettungsgilden
Wer Arzt werden will, denkt in Verantwortung. Jan Wichers tut das. Mit überdurchschnittlichem Einsatz in den Louisenlunder Rettungsgilden nutzt er jede Gelegenheit, sein medizinisches Fachwissen auszubauen und praktische Erfahrung zu sammeln. Sein Engagement ist von echter Motivation getragen: anderen Menschen fachkundig helfen zu können. Das spürt man. Und genau das macht ihn zum würdigen Träger des ALB-Preises für herausragendes kameradschaftliches und verantwortungsvolles Engagement in den Rettungsgilden in Erinnerung an Ekkehart Ulrich.
Christoph von Rodbertus und Phillipp Grieffenhagen: ALB-Preis für Sport und Fairness
Im Segeln hat Christoph eine bemerkenswerte Entwicklung genommen: Nach seiner ersten Regatta erkannte er, dass er mehr trainieren müsste und tat genau das. Mit Biss, Eigeninitiative und einer Begeisterung, die andere mitreißt, ist er heute ein Leistungsträger der Segelgilde. Gleichzeitig erwarb er den Motorbootführerschein, spielt Tennis auf gutem Niveau und steht bereitwillig vor der Kamera, wenn es darum geht, Louisenlund und den Segelsport zu repräsentieren.
Phillipp besticht vor allem als hervorragender Läufer, er ist Rekordhalter beim Kurt-Hahn-Lauf. Zudem gilt er als absolut fairer Sportsmann.
Rixa Dorner und Luc Zimmermann: ALB-Preis für Demokratie und Gesellschaft
Demokratie ist kein Zustand. Sie ist ein Prozess und der kostet Kraft. Rixa Dorner und Luc Zimmermann wissen das. Als Schülerpräsidium haben sie genau diese Arbeit geleistet: zugehört, vermittelt, diskutiert, Reibung ausgehalten und Brücken gebaut – zwischen Schülerschaft, Lehrkräften und Schulleitung.
Rixa gebührt dabei eine besondere Erwähnung: Sie ist erst die zehnte weibliche Schülerpräsidentin in der Geschichte Louisenlunds und verkörpert diese Rolle mit einer Selbstverständlichkeit, die beeindruckt.
