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Louisa Schöne überreicht Lena die Urkunde

Herzog-Peter-Preis für Lena Dreeßen

Die Louisenlunder Gemeinschaft hat in diesem Jahr Lena Dreeßen mit dem Herzog-Peter-Preis ausgezeichnet – einer der bedeutendsten Ehrungen für Verantwortung, Initiative und gelebten Gemeinschaftssinn. Lena steht exemplarisch für das, was Louisenlund ausmacht: Sie übernimmt Verantwortung, ohne darum zu bitten. Sie gestaltet, ohne im Mittelpunkt stehen zu wollen. Und sie prägt das Miteinander mit einer Mischung aus Ruhe, Ausdauer und beeindruckender Kreativität. Lena ist das Gesicht dessen, was unsere Stiftung ausmacht: Sie packt an, ohne im Mittelpunkt stehen zu wollen, übernimmt Verantwortung, ohne darum gebeten zu werden, und prägt das Miteinander durch eine seltene Mischung aus Ruhe, Ausdauer und beeindruckender Kreativität. Verliehen wurde der Preis von der Stiftung Stipendienfonds - Katharina Strümpell, Prinz Alexander, Bettina Bergner und Louisa Schöne.

Seit der fünften Klasse wirkt Lena in vielfältigen Bereichen des Campus mit. Die Laudatorinnen, Anna Schweizer, Georgia Hennschen und Johanna Krüger beschrieben die Preisträgerin mit drei Eigenschaften, die über Jahre hinweg immer wieder in Mentoren- und Gildenberichten auftauchten: Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und außerordentliches Engagement. In der Begrüßungsgilde etwa organisierte sie als Gildenkapitänin zahlreiche Führungen und sorgte an Beratungstagen für einen reibungslosen Ablauf. In der Bibliotheksgilde leitete sie Leseabende, plante Formate und führte sie souverän durch. Im Hausleben gilt sie als jemand, auf den man sich einfach verlassen kann – was auch die beinahe einstimmige Wahl zur Hausältesten eindrucksvoll beweist. Wer Hilfe braucht, findet in Lena eine ruhige, pragmatische und zugleich herzliche Ansprechpartnerin, die Lösungen findet, bevor andere überhaupt merken, dass etwas zu tun ist.

Lenas Engagement beschränkt sich nicht auf das soziale Miteinander. Die Schlei ist für sie nicht nur Segelrevier, sondern auch ein lebendiges Forschungslabor. Ihr wissenschaftlicher Weg führte sie von der Analyse von Munitionsaltlasten in der Ostsee bis hin zu einer Woche auf einem Forschungsschiff, die sie beim Wettbewerb „Forschen auf See“ der Deutschen Meeresstiftung gewann.

Besonders sichtbar wird Lenas Wirkung im Segelsport. Vom vorsichtigen Einstieg entwickelte sie sich zur Kutterführerin und unverzichtbaren Kraft in der Segelgilde. Sie koordiniert Abläufe, stärkt den Teamgeist, entwarf das Design der Segelkleidung und verantwortet heute die professionelle mediale Präsenz der Gilde, inklusive des Instagram-Kanals der Segelgilde. Parallel dazu trainiert sie im Juniorenbundesliga-Team auf der J/70.

In der Laudatio wurde ein Punkt angesprochen, den Lena selbst nie thematisieren würde: ihre Sehbehinderung, der Nystagmus. Anstatt ihn als Hindernis zu begreifen, nutzt sie ihn als Antrieb. Sie entscheidet sich nicht dagegen, sondern dafür: dafür, Dinge auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und Wege zu gehen, die anderen verschlossen erscheinen. 

In ihrer Dankesrede blickte Lena voller Wertschätzung auf die Menschen zurück, die sie in Louisenlund begleitet haben – von Mentoren über Hausmütter bis hin zu engen Freunden. Sie betonte, wie sehr sie die einzigartige Gemeinschaft schätzt und wie sehr sie sich auf ihr letztes Jahr auf dem Campus freut – ein weiteres Jahr voller Projekte, MINT-Ideen und unerwarteter Überraschungen, in die man in Louisenlund hineinwächst.

Der Herzog-Peter-Preis würdigt Lenas außergewöhnlichen Beitrag und unterstreicht, wie sehr ihr Wirken Louisenlund bereichert. Die Gemeinschaft ist stolz auf eine Preisträgerin, die nicht laut auftritt, sondern leise wirkt – und gerade deshalb so viel bewegt.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Lena – Louisenlund ist stolz auf dich!