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Hafenfest 2026 in Louisenlund

In Louisenlund beginnt Gemeinschaft mit einem Becher Schleiwasser

Kurz vor 14 Uhr wird es am Louisenlunder Hafen eng. Mehrere Hunderte Gäste drängen sich am Steg, das Orchester stimmt im Bootshaus die ersten Töne an, und dann taucht am Horizont ein Boot auf: An Bord Landgraf Carl von Hessen und seine Frau Louise, in historischem Kostüm, so wie sie seit der Gründung Louisenlunds jedes Jahr zur Schleitaufe zurückkehren. Für rund 140 neue Schülerinnen und Schüler und etwa 35 neue Erwachsene beginnt in diesem Moment offiziell ihre Zeit in der Louisenlunder Gemeinschaft.

Guter SYtimmung auf der Hüpfburg beim Louisenlunder Hafenfest

Der Tag hatte deutlich ruhiger begonnen. Vormittag füllte sich der Platz vor dem Schloss mit Familien. In der Sporthalle hatten die Mini-Lunder und Geschwisterkinder längst das Kommando übernommen: Hüpfburg, Tischtennis und viele Mitmach-Aktionen sorgten für beste Laune, während sich die Erwachsenen auf dem Weg zum Schloss trafen.

Auch in diesem Jahr war das Hafenfest zugleich Elterntag. Rund 140 Kinder starten mit diesem Schuljahr neu in Louisenlund, in der Grundschule, im Gymnasium, im IB, im plus-MINT-Programm und im Beruflichen Gymnasium für Agrarwirtschaft, als Tagesschüler oder im Internat. Dazu kommen etwa 35 neue Erwachsene, die ebenfalls in die Gemeinschaft aufgenommen wurden.

Dr. Peter Rösner begrüßt die Gäste beim Louisenlunder Hafenfest

Stiftungsleiter Dr. Peter Rösner begrüßte die Gäste vor dem Schloss und erklärte, worum es an diesem Tag geht: um Kommunikation und um die Beziehungen zwischen Eltern, Schule und Schülern. „Louisenlund ist das führende Internat in Deutschland. Wir stellen uns weiter auf, das auch zu bleiben", sagte er und lenkte den Blick auf zwei große Themen der Gegenwart. Zum einen die Künstliche Intelligenz als mächtiges neues Werkzeug, dessen Nutzung Schule und Elternhaus gemeinsam gestalten müssen. Zum anderen die permanente Verfügbarkeit des Internets, für die es ein gemeinsames Commitment braucht.

Rösner sprach offen über Sorgen, Ängste und Sinnfragen, die viele junge Menschen heute begleiten. Das im vergangenen Schuljahr erprobte Angebot „Wellbeing" wird deshalb in diesem Jahr für die meisten Jahrgänge zur verpflichtenden Veranstaltung. Positive Emotionen, Zufriedenheit und das Gefühl, sinnvoll und wirksam zu handeln, seien die Voraussetzung für Lernen und Wachsen.

Den Elterntag begründete Rösner mit dem Dreieck aus Eltern, Schule und Schüler. „Wir wollen Ihnen erzählen, wie wir Lernen, Leisten und Leben verstehen", sagte er und verwies auf die zentralen Ansprechpartner der Familien: Mentorin, Hausvater und Stufenleiterin. Er ermutigte die Eltern, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Vielleicht haben Ihre Kinder schon Freundschaften geschlossen, und es ist spannend, diese Freunde und vielleicht auch deren Eltern kennenzulernen. Reden Sie miteinander."

Zur Erziehung zitierte Rösner den Pädagogen Friedrich Fröbel: Erziehung sei in erster Linie Liebe und Vorbild. Er ermutigte die Eltern, sich immer wieder mit der eigenen Haltung auseinanderzusetzen und ihren Kindern Vorbild zu sein. Als Beispiel für gelebte Selbstwirksamkeit nannte er den Rat, ein Kind mit ungeklärten Fragen selbst zur Lehrkraft zu schicken, statt als Eltern die E-Mail zu schreiben.

Im Anschluss ging es in die Jahrgangs-Elternversammlungen. Dort lernten sich Mit-Eltern und Lehrkräfte bei einem Mittagsimbiss kennen, die Stufenleiter berichteten aus den Jahrgängen, und in mehreren Jahrgängen wurden die Jahrgangs-Elternvertreter neu gewählt. Rösner dankte dem bisherigen Präsidium des Elternbeirats, Marc Ulrich und Sabrina Hansen, für die enge Abstimmung im vergangenen Jahr.

Carl von Hessen und Louise erreichen den Steg am Louisenlunder Hafen

Um 14 Uhr versammelten sich alle rund um den Hafen. Die Schülervertretung und der Alt-Louisenlunder Bund stellten sich vor, das Orchester eröffnete die Zeremonie musikalisch im Bootshaus. Dann erreichten Carl von Hessen und seine Frau Louise in historischem Kostüm den Steg, wie es die Tradition seit Gründung Louisenlunds vorsieht. Landgraf Carl von Hessen war einst Statthalter des dänischen Königs für Schleswig und Holstein und ein einflussreicher Freimaurer. 

Mit einem Becher Schleiwasser wurden die neuen Schülerinnen und Schüler getauft, ein Symbol für die Aufnahme in die Gemeinschaft. Wer wollte und schwimmen konnte, durfte anschließend ganz in die Schlei springen. THW, First Responder und Rettungsschwimmer sorgten dafür, dass alle Täuflinge wieder sicher auftauchten. Für die neuen Schülerinnen und Schüler standen die bereits getauften Mitschülerinnen und Mitschüler als eine Art Paten bereit und versprachen, ihnen beim Ankommen in der Gemeinschaft zu helfen.

Um 14 Uhr versammelten sich alle rund um den Hafen. Die Schülervertretung und der Alt-Louisenlunder Bund stellten sich vor, das Orchester eröffnete die Zeremonie musikalisch im Bootshaus. Dann erreichten Carl von Hessen und seine Frau Louise in historischem Kostüm den Steg, wie es die Tradition seit Gründung Louisenlunds vorsieht. Landgraf Carl von Hessen war einst Statthalter des dänischen Königs für Schleswig und Holstein und ein einflussreicher Freimaurer. 

Mit einem Becher Schleiwasser wurden die neuen Schülerinnen und Schüler getauft, ein Symbol für die Aufnahme in die Gemeinschaft. Wer wollte und schwimmen konnte, durfte anschließend ganz in die Schlei springen. THW, First Responder und Rettungsschwimmer sorgten dafür, dass alle Täuflinge wieder sicher auftauchten. Für die neuen Schülerinnen und Schüler standen die bereits getauften Mitschülerinnen und Mitschüler als eine Art Paten bereit und versprachen, ihnen beim Ankommen in der Gemeinschaft zu helfen.

Nach der Taufe gab es Kaffee und Kuchen vor dem Speisesaal, dazu Führungen über den Campus. Um 16 Uhr startete vor dem Schloss der Kurt-Hahn-Lauf, benannt nach dem pädagogischen Berater der Gründungszeit Louisenlunds. Die rund zwei Kilometer lange Runde führte vom Schloss über das weiße Tor, vorbei an Kapelle und Försterei, zurück zum Schloss, mit Einzel- und Häuserwertung. Wie schon im Vorjahr lief Philipp Grieffenhagen als Erster durchs Ziel. Und dabei konnte er seinen Streckenrekord erneut toppen. Nach 6 Minuten und 15 Sekunden lief er durchs Ziel, rund 15 Sekunden schneller als noch 2025. Der Akazienring war es dann auch, der den Häuserwettkampf gewann. Zweiter wurde das Buchenhaus, Dritter das Waldhaus. Bei den Schülerinnen gewann das Team aus der Esche oben, vor dem Akazienring (Falkenberg) und dem Gildenhaus.  

 Wer noch blieb, ließ den Tag ab 17.30 Uhr beim Grillen vor dem Speisesaal ausklingen. Am Abend feierten die Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „All White – Willkommen in Louisenlund" im Schülerhaus weiter.