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Louisenlunder Frühjahrspokal: 90 Starterinnen und Starter. 25 Knoten. Null Ausreden

Als Bayrischer Meister im Opti-Segeln kam Korbinian zu Schuljahresbeginn nach Louisenlund. Sein Ziel: Seine seglerischen Fähigkeiten zu erweitern, ILCA zu segeln und natürlich auch, um eine exzellente schulische Ausbildung im Internat zu erhalten. Als Schüler im Talentprogramm plus-Segeln ist der 14-Jährige, der aus einer wassersportbegeisterten Familie kommt, nun auf dem besten Wege, seine Ziele zu erreichen.

Bereits nur wenige Wochen nach Schuljahresbeginn gewann er den Louisenlunder Herbstpokal, damals noch startete er für seinen Heimatverein, den Chiemseer Yacht-Club. Ein knappes halbes Jahr später setzte Korbinian seinen Siegeszug fort und gewann auch den Louisenlunder Frühjahrspokal – im ILCA 4. „Es war seine erste Regatta im ILCA“, betont Segelkoordinatorin Anna Schweizer die Leistung Korbinians. Die Leistung unterstreiche auch die Qualität des Trainings mit Franziska Goltz. Viel Zeit zum Feiern blieb ihm nicht, schon in dieser Woche ging es für ihn weiter nach Warnemünde. Bei den Ausscheidungsrennen dort will er sich für die Weltmeisterschaft im Opti, die im Sommer in Marokko stattfindet, qualifizieren. Viel Erfolg?

Bei dem diesjährigen Louisenlunder Frühjahrspokal hatten die knapp 90 Starterinnen und Starter aus ganz Norddeutschland mit herausfordernden Bedingungen zu kämpfen. Zum Regattastart herrschten Windstärken von fünf bis sechs, rund 25 Knoten wurden gemessen. Die ILCAS 4 und ILCAS 6 sowie die Optis A trotzten den Windverhältnissen und konnten zumindest eine Wettfahrt absolvieren, die Optis B und C blieben im Hafen. „Vor allem die Louisenlunder Seglerinnen und Segler sind hervorragend mit dem Wind klargekommen“, berichtet Anna Schweizer. Das Wintertraining auf der Großen Breite der Schlei habe sich ausgezahlt, ist sie überzeugt. Denn statt im Winter die Optis aus dem Wasser zu holen, wird in Louisenlund weitertrainiert. Auch Segelvereine aus der Umgebung kommen dann zu uns, um zu segeln. 

Am Sonntag zeigte sich das Wetter dann von seiner anderen Seite. Lange warten mussten die Seglerinnen und Segler, um aufs Wasser zu kommen. Erst gegen Mittag kam Wind auf, bei fünf bis sechs Knoten konnten schließlich noch zwei Wettfahrten ausgetragen werden.

Mit Bent (16) hat noch ein zweiter Schüler aus dem Louisenlunder plus-Segelprogramm hervorragend beim Frühjahrspokal abgeschnitten. In der ILCA 6-Klasse wurde er Dritter.  Auch weitere Schülerinnen und Schüler der Internatsschule zeigten gute Leistungen: Christoph wurde 6. im ILCA 6 und die von Jan-Hauke Erichsen trainierten Severin 8. und Finnja 13. im Opti A.

Die nächste große Regatta vor den Toren Louisenlund ist der Herbstpokal am 19. und 20. September