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Die Stiftung Louisenlund ist „Jugend-forscht-Schule des Jahres“ in Schleswig-Holstein. Diese besondere Auszeichnung in Form einer großen Plakette ist jetzt der Internatsschule vom Präsidenten des Forschungsforums überreicht worden. Auf einer außerordentlichen Schulversammlung in der Kunst- und Kulturhalle lobte Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke die hervorragenden Lernbedingungen in Louisenlund, das engagierte Lehrerteam, das die Schülerinnen und Schüler bei ihren Forschungsprojekten begleitet und motiviert. „Louisenlund ist eine wichtige und großartige Schule in Schleswig-Holstein“, betonte die Politikerin. Louisenlund zeichne sich nicht nur durch Spitzenförderung, sondern auch durch eine Breitenförderung aus, bei der die jungen Menschen nach ihren Fähigkeiten und Begabungen individuell unterstützt werden. „In jedem Menschen steckt Potential, Talent ist keine zufällig gegebene Superkraft“, betonte Dorit Stenke. Louisenlund als plus-MINT Talentförderzentrum biete die Freiräume dafür die Talente zu entfalten und auszubauen.  Sie hob damit neben plus-MINT Leiter Frank Dallmeyer und plus-MINT Koordinator Christopher Tropp das gesamte Kollegium sowie die Schülerschaft hervor.

Die Gäste lassen sich von den Louisenlunder Schülern ihre Projekte erklären.

99 Gymnasien gibt es in Schleswig-Holstein. Diese Auszeichnung zuerhalten ist Lob und Anspruch zugleich, sagte Stiftungsleiter Dr. Peter Rösner. Auch er wies auf die gemeinsame Leistung aller hin. „Bei Jugend forscht haben alle ein gemeinsames Ziel, eine Idee und die gleiche Leidenschaft. Jeder und Jede leisten ihren Beitrag und bewegen viel“, so Peter Rösner. Durch den guten Ruf der Schule und das exzellente Renommee würden alle profitieren.

Vor der Preisverleihung konnten sich die Gäste ein Bild von den innovativen und kreativen Ideen unserer Schülerinnen und Schüler machen. Im Foyer der KuK präsentierten einige von ihnen ihre aktuellen Forschungsarbeiten. Eine Schülergruppe arbeitet an einer KI-gesteuerten Unterwasserdrohne, die künftig helfen soll, alte Munitionsreste am Meeresgrund aufzuspüren – ein hochaktuelles Thema für den Umweltschutz in Nord- und Ostsee. Ein anderes Team widmet sich dem Thema Hydroponik, also dem Pflanzenanbau ohne Erde. Dabei erforschen die Schüler nachhaltige Methoden, um diese ressourcenschonend zu kultivieren.

Auch die Schlei und ihre Belastung durch Mikroplastik rückt in den Fokus: Mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen die Jugendlichen, wie stark das Gewässer betroffen ist und welche Folgen dies für das Ökosystem hat.

Darüber hinaus beschäftigte sich eine Gruppe mit den generalisieren Kettenlinien – einem mathematischen Phänomen mit vielfältigen Anwendungen in Physik und Technik.

plus-MINT Leiter Frank Dallmeyer im Gespräch mit Prinzessin Ingeborg

Die Teilnahmen an Schülerwettbewerben ist im plus-MINT Programm in Louisenlund fester und institutionalisierter Bestandteil. Die Teilnahme an Schülerwettbewerben motiviert junge MINT-Talente und spornt sie an, mit eigenen Projekten bei Wettbewerben zu überzeugen. Zugleich sammeln sie dabei schon zu Schulzeiten Erfahrungen, wie eigene Forschungsarbeiten fundiert ausgearbeitet und präsentiert werden müssen, um damit erfolgreich sein zu können.

Und wie erfolgreich Louisenlund bei dem Wettbewerb seit vielen Jahren ist, machte Dr. Christiane Wasle vom Verein Jugend forscht anhand von Zahlen eindrucksvoll deutlich: Seit 2019 haben 96 Louisenlunder Schülerinnen und Schüler mit 73 Projekten am Wettbewerb teilgenommen. 55 von ihnen platzierten sich auf Regionalebene, 22 belegten den ersten Platz. Auf Landesebene gab es sechs Gewinner, weitere elf landeten auf den Plätzen zwei bis drei. Im Bundesfinale sprangen für Louisenlund ein dritter, fünfter und zwei Sonderpreise heraus. „Man sieht, dass Jugend forscht eine Herzensangelegenheit für Louisenlund ist, eine Herzensangelegenheit, die Erfolgsstories schreibt“.